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Religionsphilosophie

Religionsphilosophie

Ragin Allraun, Das kreatistische Projekt nach Dietrich Schuler

 

›Atom‹ von Heinrich Caesar Berann, ᛉ 31. März 1915 in Innsbruck; ᛣ 4. Dezember 1999 in Lans, Tirol

KREATISMUS

Geschichte

Konzipiert und entwickelt wurde der Kreatismus von dem schwäbischen Pädagogen, Schriftsteller und Religionsphilosophen Dietrich Schuler (1927–2011) unter dem Eindruck des zunehmenden Antigermanismus im unmittelbaren Nachgang des Zweiten Weltkrieges. Inzwischen sind alle weißen, d. h. mehr oder weniger nordisch-rassisch-geprägten Völkerschaften in der Welt zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt.

Definition

Nach Schulers Einschätzung werden die weißen Völker durch vielfältige Maßnahmen des vorherrschenden Zeitgeistes Zug um Zug subtil ihrer latent progressiven Schöpferkraft beraubt, betäubt und verknechtet. Schulers Hauptkritik richtet sich gegen das Christentum, das eine verheerende Rolle bei der Schwächung der europäischen Völker gespielt habe.

Durch die damit verbundenen Erkenntnisse, Ableitungen und Schlußfolgerungen versteht sich der Kreatismus in seiner Grundkonzeption auch als Grobgerüst für die Entwicklung einer künftigen Weltanschauung (Religion) bzw. Seins-Bestimmung der weißen Völkerschaften. Hinter der sie sich ideologisch sammeln können.

Der Kreatismus dient als Gegenentwurf zum Zionismus, der heute maßgeblich den Zeitgeist und damit die heutige Realität in seinem Sinne und zu seinen Gunsten interpretiert, beeinflußt, manipuliert und gestaltet. Insofern ist der Kreatismus nahezu eine oppositionelle Parallele zum Zionismus, der im Gegensatz zu der vom Zionismus konstruierten Realität eine authentische Wirklichkeit aufgrund naturgesetzlicher Gegebenheiten und deren evolutionären Prozessen anstrebt.

›Walküre‹ von Konstantin Alexejewitsch Wassiljew, ᛉ 3. September 1942, Maikop, Russland; ᛣ 29. Oktober 1976, Tatarische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik

Bestimmung

Der Kreatismus findet seine Bestimmung in der vorherrschenden Wirklichkeit auf naturwissenschaftlicher, ethnologischer und kultureller Grundlage – vor allem in der fortwährend schöpferischen Gestaltung und Erforschung derselbigen –, mit dem Ziel der persönlichen und kollektiven Weiterentwicklung. Der Kreatismus hat damit evolutionären Charakter und ist in den Errungenschaften, Entwicklungen und Erfindungen menschlicher Zivilisation dokumentiert.

Der Kreatismus negiert das absolute Nichts, da „das Nichts“ nicht denkbar und damit nichtig ist. Aus diesem Grund kann es nur „das Etwas“ geben, das gestaltet werden kann und muß.

Dietrich Schuler entlarvt diesbezüglich in seinen Schriften Religionen, die das Jenseits verabsolutieren und als Heilsweg verklären und verherrlichen, als rückwärtsgewandte Weltfluchten, das wirkliche und wahrhaftige Leben verneinend. Ein freier schöpferischer Umgang mit der Welt und mit dem Leben ist nicht möglich für diejenigen, die in christlichen Denkschemata aufgewachsen, aufgezogen und letztendlich gefangen sind.

Im Gesamtkontext richtet sich der Schuler’sche Kreatismus an diejenigen Personen, die kraft ihres Mutes, ihres Willens, vor allem aber ihres Intellekts und ihrer Kompetenz in der Sache gemeinschaftlich die Welt einer neuen Bewußtseinsebene zuführen wollen, was auch den Bereich des Politischen und Gesellschaftlichen maßgeblich verändern wird.

Damit entspricht der Kreatismus einem kühnen und wagemutigen Angriff auf den unseligen und niederträchtigen Zeitgeist. Er richtet sich an eine kommende, junge Elite (gegenwärtig u. U. aus Mangel an Alternativen noch im Atheismus/Nihilismus verharrend), die auf Basis einer authentischen Weltanschauung, einer „echten Religion des Lebens“, die unmittelbar die sie konfrontierende Wirklichkeit schöpferisch zu gestalten und zu verwandeln in der Lage sind. Autorität durch Kompetenz.

Insbesondere das Christentum wird als fatal für den weißen Menschentypus betrachtet, da dessen Grundanlage der progressiven Gestaltungskraft, die Mut verbunden mit Risiko erfordert, ad absurdum geführt und ins Gegenteil verkehrt hat. Gegenwärtig wird nicht das Starke, Mutige, ästhetisch Reine, kraftvoll Intelligente, Kultivierte und Zivilisiert-Aristokratisch-Elitäre hoch geachtet, sondern das Schwache, das Kranke, Leidende, Abnorme und Dekadente, und somit wird das Proletarische gesellschaftlich im großen Stil zelebriert.

Diese Verdrehung der Werte mündet im heutigen Gutmenschentum, welches sich im Zeitgeist durch Funk, Fernsehen und Medien aller Art aufdrängt und gerade auch in der Erziehung die Heranwachsenden prägt, verdummt und schwächt.

Insofern lehnt der Kreatismus die drei monotheistischen (Wüsten-)Religionen, die sich auf einen jenseitigen Gott beziehen, kategorisch ab.

Des weiteren bezeugt der Kreatismus das fortwährende ›Werden‹ in Form seiner Protagonisten (Kreatisten), die das Denkmodell Schulers verinnerlicht und ihre Lebensweise entsprechend ausgerichtet haben. Sie sind die Schaffenden.

Kreatistische Essenzen

 

Urmonergon und Wiedergeburt

Schuler skizziert den Seinsbegriff (Urmonergon, Urselbst) dahingehend, daß das individuelle ›Sein‹ an sich unvergänglich und damit ewig ist. Es ist seit Anbeginn und so alt wie die Welt selbst. Er grenzt das Urmonogon deutlich vom Begriff der Seele ab, die an die Verleiblichung gebunden ist (wie eine Software für die Hardware) und mit Verfall des Leibes auch verfällt.

Das Urmonergon bleibt und erscheint in weiterentwickelter Form in seiner Konstitution immer wieder neu. Schuler fokussiert damit die Kreisläufigkeit allen Lebens auf den Wiedergeburtsgedanken und ist damit bei einem zentralen Punkt des Kreatismus.

Ein unvergängliches Sein (Urmonergon), so alt ist wie die Welt selbst, befindet sich in einer aufwärtsstrebenden Spirale der Weiterentwicklung des physisch-geistigen Ausdrucks, gemäß dem immerwährenden Verlauf von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt.

Tremois, Mensch und Kosmos

Ur

Ur ist das Grundseiende, und damit das Subjekt (das Antinichts oder Genom) aus dem Ur, – bzw. aus dem Ureinst (Genotyp).

 

Mon

Mon ist das einmalige und einzigartige Individualisierte in der – temporär ausgeprägten – Erscheinung (Phänotyp).

 

Ergon

Ergon ist die (Richt-)Kraft (oder Willen), die sich in der Verleiblichung durch den gesamten Weltprozeß verwirklicht.

Insofern reicht der Stammbaum jedes einzelnen Individuums nicht nur eine Million Jahre zurück, bis zum Tierreich, sondern bis zum wirklichen Ur(-anfang) der Welt (sonst wäre das Individuum / der Mensch nicht gegenwärtig).

Während der Embryonalentwicklung wird die gesamte bisherige Evolution im immerwährenden Wiedergeburtsfluß überbrückt. Alles kommt wieder, wenn auch in veränderter Form.

Pierre-Yves Trémois

Friedrich Nietzsche

Als ein Vorläufer des Kreatismus wird Friedrich Nietzsche betrachtet, von dem sich wesentliche Inhalte des Kreatismus ableiten, und der schon im 19. Jahrhundert folgende Zeilen niederschrieb:

Friedrich Wilhelm Nietzsche, ᛉ 15. Oktober 1844 in Röcken; ᛣ 25. August 1900 in Weimar

Ja! Ich weiß, woher ich stamme!

Ungesättigt gleich der Flamme

Glühe und verzehr’ ich mich.

Licht wird alles, was ich fasse,

Kohle alles, was ich lasse:

Flamme bin ich sicherlich.

Dietrich Schuler, ᛉ 2. Februar 1927 in Stuttgart; ᛣ 3. November 2011 in Birkenfeld

 

…die von Dietrich Schuler am Ende des 20. Jahrhunderts abgeschlossen wurden mit:

 

Ja! Ich weiß, wohin ich strebe,

ungeduldig wie die Rebe

werde, wachse, reife ich.

Sturm wird alles, so ich eile

Sonnwärts jagen meine Pfeile,

göttlich bin ich sicherlich.

 

 

 

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