Eine Architektur zum positiven Nationalismus

Patrick Tannert

Auszug aus seinem Buch:

Wenn ich mich heute als „Rechter“ verorte, so entspringt dies weder einer bloßen Abneigung gegen die linke Gegenseite noch einer oberflächlichen Etikettierung. Ich bin nicht rechts, weil ich die andere Seite ablehne; ich bin rechts, weil ich Realist bin und aus diesem Blickwinkel heraus kritisch auf die Gegenseite und meine Welt schaue.

Meine politische Haltung ist kein künstlich erzeugtes Konstrukt, sie ist die nüchterne Anerkennung all jener Wurzeln, die mein Dasein erst ermöglicht haben. Das Land, in dem ich geboren wurde, die Sprache, die mein Denken formt, das Wissen, welches an mich weitergegeben wurde, und die Traditionen mit all ihren Kulturschätzen, in denen ich atme – all dies macht mich zu dem, was ich bin. Ich liebe das, dem ich entstamme und in dem ich gedeihen durfte.

Dieses Erbe zu leugnen oder abzulehnen, erscheint mir zutiefst unnatürlich. Wer seine Wurzeln verleugnet, kappt die Verbindung zu seiner eigenen Lebenskraft. So ist für mich die Erkenntnis gereift, daß das „Rechts”-Sein schlicht ein natürlicher Verlauf des Lebens ist, den die persönlichen Entwicklungen mit sich bringen.

Alles im Leben drängt nach Weiterentwicklung und tieferer Erkenntnis. Meine persönliche Erkenntnis nach Jahren der Beobachtung und Selbstanalyse lautet: „Ich bin Nationalist.“ Dieser Begriff ist für mich kein vorgedeuteter Kampfbegriff, vielmehr ist er die nachvollziehbare Standortbestimmung meiner Selbstwahrnehmung.

Die nationale Identität hat mir diesen Weg vorgegeben, und meine persönliche Selbstwahrnehmung baut auf glasklaren Erkenntnissen auf, die ich heute mit allen Teilen möchte. Fernab von einer eitlen Selbstdarstellung oder reinem Stolz verfolge ich mit diesem Schritt ein anderes Ziel. Es ist stattdessen die Sorge, daß viele Menschen ihre eigene Entwicklung nicht abgeschlossen haben oder falsche Schlüsse aus ihrer Herkunft ziehen.

Ich habe das Gefühl, daß wir uns in einer Zeit befinden, in der das Fundament unter den Füßen vieler Zeitgenossen brüchig geworden ist, weil sie ihre eigenen Wurzeln nicht mehr richtig zu deuten wissen oder die Gemeinsamkeiten verkennen, auf denen man so viel aufbauen könnte.

Dieses Schriftwerk versteht sich als stützende Hand für all jene, die im Nebel der Gegenwart die Orientierung und damit ihren inneren Kompaß eingebüßt haben. Mein Bestreben ist es, den Blick für die Tatsache zu schärfen, daß hinter meinen Ausführungen – ungeachtet ihrer kontroversen Natur – eine alles einende Bestimmung steht: die organische Rückführung von Familie, Volk und Vaterland in ein kohärentes Ganzes, das uns in der Selbsterkenntnis festigt und dementsprechend unsere nationale Selbstwahrnehmung stählt.

Wer die Tiefe seiner eigenen Wurzeln begriffen hat, gewinnt jene statische Festigkeit und geistige Haltung, die es heute benötigt, um ein wirksames Bollwerk, gegen all die Entwurzelungsversuche des links-grünen Zeitgeists, aufzubauen.

Es ist an der Zeit, die Gräben der Vergangenheit zu überwinden und systematisch an einem Fundament zu arbeiten, dessen Tragfähigkeit weit über den Tag hinausreicht. Denn eines muß uns in aller Deutlichkeit bewußt werden: Die Architektur der nationalen Selbstwahrnehmung kann ihre volle Schutzwirkung nur dann entfalten, wenn wir sie alle gemeinsam tragen.

In dieser geschlossenen Einheit liegt unsere wahre Stärke. Das links-grüne Meinungsbündnis (Begriff für den imaginären Zusammenschluß aus Politik, Medienpräsenz und der sogenannten „wehrhaften“ Zivilgesellschaft) speist seine Macht aus unserer Zersplitterung; es baut darauf, daß wir uns in den bestehenden Grabenkämpfen und unnötigen Differenzierungen verlieren. Doch während wir über Nuancen in Weltanschauung, Bewegung und Leben streiten, wird an der Abwicklung unserer nationalen Substanz gearbeitet.

Es ist mein tiefster Wunsch, daß wir die lähmenden Differenzen, welche zwischen den verschiedenen Strömungen innerhalb des „rechten“ Lagers bestehen, endlich als das Erkennen was sie sind: Hindernisse auf dem Weg zu einem übergeordneten Ziel.

Wir müssen begreifen, daß wir trotz unterschiedlicher Herangehensweisen am selben Strang ziehen. Unsere gemeinsamen Ziele – die Erhaltung unserer nationalen Identität, die Souveränität unseres Staates und die Zukunft unserer Kinder in einem freien Vaterland – wiegen schwerer als jede taktisch aufgeblähte Differenz.

Wenn wir uns als eine wirkliche Schicksalsgemeinschaft begreifen, die auf denselben unumstößlichen Axiomen fußt, werden wir unbesiegbar. Dieses Schriftwerk versteht sich als Aufruf, die eigene Eitelkeit dem Wohl des Ganzen unterzuordnen. Nur durch eine konsequente Bündelung unserer Kräfte und ein geschlossenes Auftreten – sinnbildlich, wie eine unnachgiebige Phalanx – wird es uns gelingen, den tiefgreifenden Umwälzungsversuchen des links-grünen Zeitgeists wirksam zu begegnen.

Der Erfolg gegen diesen ideologischen Mahlstrom der Beliebigkeit hängt untrennbar von unserer Fähigkeit ab, als unerschütterliche Einheit zu agieren. Erst wenn wir unsere natürlichen Ressourcen strategisch vereint haben, erwächst daraus jene notwendige Widerstandskraft, die es uns ermöglicht, dem links-grünen Zeitgeist und dem angeschlossenen Meinungsbündnis nicht nur zu trotzen, sondern ihnen ein stabiles und unumstößliches Fundament entgegenzusetzen.

Aus dem inhalt:

Vorworte – Einleitung – Grundlagen – Das Axiom der nationalen Identität – Familie – Volk – Vaterland – Nationale Selbstwahrnehmung – Die Pyramide – Konservative Werte – Patriotismus – Nationalismus – Nationale Selbstwahrnehmung als Schutzraum – Nationalismus und Politik – Nationalismus und Schuldkult – Positiver Nationalismus – Die Welt und der Positive Nationalismus – Schlußworte – Die erste Setzung – Das Fundament der Gedanken

Bezugsquelle: https://www.epubli.com/shop/identitaet-und-selbstwahrnehmung-9783565731091

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