Guillaume Faye

Auszug aus dem 2007 erschienen Buchzeitschrift ELEMENTE 7

Inzwischen hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. Guillaume Faye sah es kommen und hat schon damals vor der ›Konvergenz der Katastrophen‹ gewarnt.

 

Ich bin überzeugt, daß bei einem solchen Unternehmen die demnächst stattfindenden und diese ›Weltzivilisation‹, dieses uns bekannte ›System Welt‹ zum Einsturz bringenden Ereignisse von großer Hilfe werden sein können. Aus diesem Grunde sollten wir uns mit einer Anzahl von neuen Vorstellungen und Entwürfen vertraut machen.

Die erste Alternative ist mit dem Begriff ›Eurosibirien‹ (Eurorußland) umrissen: Sie muß mit einem riesigen, ethnisch homogenen und wirtschaftlich autozentrierten, d. h. sich selbst in den Mittelpunkt stellenden Bundesstaat eine Europäische Union und ein weißes Rußland neu entstehen lassen, die niemanden bedrohen müssen, weil sie von niemandem abhängig sein werden. Natürlich steht diese Sicht der Dinge jener von einem multirassischen Eurasien diametral entgegen.

Der zweite Entwurf ist der autozentrierte Wirtschaftsraum, der in radikaler Opposition zur derzeitigen freihändlerischen Globalisierung steht und der darauf abzielt, wirtschaftlich autonome Systeme für jede große ethnisch definierte Region des Planeten einzurichten. Der autozentrierte Wirtschaftsraum kommt ohne jegliches Einheitsmodell aus – jede Region folgt ihrem eigenen Rhythmus.

Die dritte Vorstellung verbindet sich mit dem Begriff Septentrion – eine poetische Kurzform für ›solidarische Verbindung aller weißen Völker europäischer Abstammung als zentrales Ziel‹. Auf diese Weise soll gegenüber dem Rest der Welt ein gewaltiger Marmorblock entstehen, der nicht einfach nur etwas Romantisches und Kulturelles, sondern ein Politisches, d. h. auf konkreten Verträgen Basierendes, sein soll.

 

Edelweiß

 

Die Ressourcen unserer verwundeten Völker bestehen noch immer, vergleichbar dem Samenkorn, das in der winterlichen Kälte unter dem Schnee und bei Frost am Leben bleibt – wie das Edelweiß.

Wir haben das Glück, einer Zivilisation anzugehören, die ihre Gestalt ändern kann und die es noch immer verstanden hat, sich nach schweren Krisen zu regenerieren – wie der Vogel Phönix, der aus seiner Asche aufsteigt.

Fliegt Minerva nicht im Dunkel, wenn alles verloren scheint, auf und davon?

Von heute an gilt es, sich ›die Welt danach‹ vorzustellen und die Neugeburt vorzubereiten. In der Geschichte sind es die aktiv handelnden Minderheiten, die gewinnen.

Im Zentrum des europäischen Geistes steht der grundlegende Begriff des Schicksals (das fatum bei den Römern und die moïra bei den Griechen). Das Schicksal ist offen und unvorhersehbar; nichts ist endgültig festgeschrieben, und der Fluß der Geschichte
kann seinen Lauf umdrehen. Kein Gott kann Prometheus auf die Knie zwingen.

Eingangs seines ›Fausts‹ sagt Goethe, der Bibel widersprechend:

Im Anfang war das Wort? Nein, im Anfang war die Tat.

Ich meine, tatsächlich stehen sowohl das Wort als auch die Tat am Anfang. Man muß sprechen und schreiben, um zu lehren und zu überzeugen, und man muß handeln, um die Dinge voranzutreiben.

Warum kämpfen wir? Nicht so sehr für uns, sondern für das Erbe unserer Vorfahren und für die Zukunft unserer Kinder. Neben Deutschland existieren in meiner alten gallischen Heimat, die Frankreich ist, unbegrenzte Kräfte, die bereit sind zum Erwachen.

Es ist der Sturm, der uns den Mut gibt, zu siegen!

 

ELEMENTE der Metapolitik zur europäischen Neugeburt, Ausgabe Nr. 7