Eine Kulturnation identifiiziert sich über ihre Bau- und Kunstwerke.

Nach internationalen Normen ist im Krieg der Schutz von Kunst und Denkmälern verpflichtend.

Die Zerstörung historischer Kulturgüter zielt darauf ab, Stolz, Würde und Identität eines Volkes zu erodieren. Und sie zeugt von einer abgrundtiefen Geringschätzung der kulturellen Vielfalt, für die diese Werke stehen.

Historische Beispiele und aktuelle Konflikte zeigen, daß kulturelles Erbe oft mutwillig und gezielt angegriffen wird, wie seinerzeit in Deutschland und derzeit in Iran/Persien.

Deutschland im II. Weltkrieg

Hamburg, Hannover, Kassel, Braunschweig, Dresden: Schwere Luftangriffe, wie der „Feuersturm“ in Hamburg (1943) oder die Angriffe auf Dresden (1945), führten zur fast vollständigen Zerstörung historischer Stadtkerne, Bibliotheken, Museen und Kirchen.

 

Verlust von Kulturgut: Neben Millionen Tonnen Schutt und zerstörten Wohnungen (ca. 4,8 Millionen) ging unersetzliches kulturelles Erbe verloren.

Hamburg

Freiburg

Darmstadt

Dresden

Heilbronn

Kiel

Koblenz

Pforzheim

Kassel

Iran/Persien (das Ausmaß der Schäden ist noch nicht belegt)

Golestan-Palast in Teheran

Die Schäden am Golestanpalast in Teheran sind gravierend. Quelle: IMAGO/Anadolu Agency

Vierzigsäulenpalast ›Tschehel Sotun‹ in Isfahan

Der Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan. Quelle: IMAGO/Middle East Images

Naksch-e-Dschahan-Platz Isfahan

Isfahan, Königsmoschee

 Freitagsmoschee von Isfahan

Freitagsmoschee in Isfahan. Quelle: imago images/imagebroker

Prähistorische Stätten im Chorramabad-Tal

Im Khorramabad-Tal liegen fünf prähistorische Höhlen und ein Felsunterstand. Quelle: IMAGO/Middle East Images

 

Bilderquelle der zerstörten deutschen Städte: Bundesarchiv
Beitragsbildquelle: Wikipedia. US-Bomber