Raphael Mayrhofer

 

…Remigration bedeutet Rückwanderung. Also die Heimkehr von Migranten in ihre Heimatländer.

Und Remigration findet bereits jetzt statt. Jährlich verlassen hunderttausende Migranten freiwillig oder infolge von Abschiebungen Europa und kehren in ihre Herkunftsländer zurück.

Das Problem? Es sind zu wenige und zu viele kommen nach.

Das führt nicht nur zu Milliardenkosten bei Asyl, Integration und Sozialhilfe, sondern ebenso zu überfremdeten Städten, Schulklassen und Gefängnissen.

Während jährlich über tausend junge heimische Fachkräfte Südtirol verlassen, strömen tausende Fremde in unser Land. Unterqualifiziert und mit deutlich höheren Geburtenraten.

Wir werden jährlich weniger. Sie werden jährlich mehr. Irgendwann sind wir die Minderheit. Einfache Mathematik.

Und noch eines ist klar: Ein Südtirol der Pakistaner, Araber und Afrikaner wird anders sein als das Südtirol der Südtiroler. Ein Blick in diese Länder reicht, um das zu wissen.

Wer Remigration ablehnt, akzeptiert oder befürwortet diese Überfremdung. Er akzeptiert oder befürwortet Ausländergewalt, Ausländerkriminalität, steigende Wohnkosten, überfremdete Schulklassen, sinkende Bildungsqualität, No-go-Areas, Terroranschläge, ein kollabierendes Sozialsystem, ethnische Konflikte, Unordnung und Kontrollverlust.

Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine kontrollierte Remigration. Anreize für die freiwillige Rückkehr, Migrationsstopp und Migrationsquoten, zeitlich beschränkte Aufenthaltserlaubnisse, eine Koppelung von Sozialhilfe an die Staatsbürgerschaft bei gleichzeitigem Einbürgerungsstopp, Remigrationsklassen statt Integrationsklassen, Abschiebungen von Kriminellen und Arbeitslosen in Remigrationszentren außerhalb Europas…

Aber die Wirtschaft, die Wirtschaft… Die Wirtschaft hat dem Volk zu dienen, nicht umgekehrt. Der Kapitalismus mit seiner künstlichen Wachstumslogik entkoppelt sich vom natürlichen Gleichgewicht zwischen Angebot und Produktion. Einfacher gesagt: Wir brauchen nicht immer mehr Arbeitsplätze, wenn wir nicht mehr Menschen sind. Wir brauchen keinen Import von Arbeitsmigranten, wenn wir die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für eine eigenständige Entwicklung legen.

Konkret: Ein in sich geschlossener Wirtschaftskreislauf muß seinen Bedarf an Köchen, Reinigungsfachkräften, Verkäufern und Lieferanten selbst decken. Sind zu wenige Interessenten für diese Berufe vorhanden, muß er Löhne erhöhen, das Angebot reduzieren oder technologische Lösungen – Putzroboter oder Lieferdrohnen – finden.

Wenn der Tourismus in Südtirol immer mehr Mitarbeiter aus dem Ausland benötigt, ist er dysfunktional. Er lebt vom globalen Ungleichgewicht, welches Push- und Pull-Faktoren der Migration ermöglicht.

Somit agiert die Pro-Migrations-Linke als Helfershelfer des Kapitalismus auf der Suche nach willigem Import-Humankapital. Wer gesunde Wirtschaftskreisläufe, deutsche Schulen und Geld für grüne Städte, die Verkehrswende, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklung will, muß das Milliardengrab Migration zuschaufeln, eine neue Wirtschaft entwickeln und Remigration starten.

Quelle: Telegramm, @mayrhofer_raphael