Guillaume Faye

Auszug aus dem 2007 erschienen Buchzeitschrift ELEMENTE 7

Inzwischen hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. Guillaume Faye sah es kommen und hat schon damals vor der ›Konvergenz der Katastrophen‹ gewarnt.

 

Es wird zu ethnischen Bürgerkriegen kommen. Die äußerst ernst zu nehmenden Unruhen, die Frankreich im Herbst 2005 heimsuchten – und die sich derzeit in einer Situation des permanenten Aufstandes fortsetzen –, stellen einen Vorgeschmack auf das Kommende dar. Bei diesen Unruhen sind acht Franzosen – alles weiße – umgekommen und Hunderte verletzt worden. Die Brandstiftungen haben einen Schaden von mehr als 100 Mio. Euro verursacht.

Diese Unruhen sind ganz und gar nicht das Ergebnis von Verarmung oder ethnischer Ausgrenzung oder gar von Xenophobie, wie es gemeinhin lautet, denn diese Bevölkerungsteile werden stark subventioniert und profitieren von den Privilegien der positiven Diskriminierung.

Die Unruhen sind das Ergebnis eines Prozesses und einer Strategie der ethnischen und religiösen Eroberung, einer Kolonisierung von unten, schnell und aggressiv, bei der sich die Aufständischen – eine altbekannte Taktik – als Opfer darstellen.

Die französische Regierung hat, wie immer, vor der Straße kapituliert und noch mehr Hilfen, noch mehr Subventionen und noch mehr freien Zugang für Fremde, aus denen sich die Aufständischen rekrutieren, bewilligt. Sie hat, während die Verschuldung des Landes 2000 Milliarden Euro beträgt, abermals einen Scheck über 150 Mio. Euro ausgestellt.

Die Regierung hat die Aufständischen also belohnt und zum Weitermachen ermutigt. Das Feuer wird weiterlodern, der Teufelskreis sich noch beschleunigen. Die gigantischen Kosten dieser Einwanderung in Form von Hilfen ohne Wirkung, uneffektivem Wiederaufbau, vergeblicher Bildung, scheinbarer Sicherheit und aussichtsloser Eindämmung der Kriminalität stellen für Frankreich – aber auch für andere EU-Staaten – eine immer weniger zu ertragende Belastung dar. Diese gesellt sich zu den unvermeidlichen und ständig steigenden Belastungen durch die Überalterung, durch die verheerenden Auswirkungen des weltweiten Freihandels, durch aber Millionen unnötiger Gehälter im staatlichen Bereich und durch Verbände, die wie Blutsauger an ihren ›Errungenschaften‹ hängen.

Natürlich ist die US-amerikanische Führung über diese Entwicklung, durch die ihr Hauptrivale – Europa – bedeutend geschwächt wird, hoch erfreut. Es ist aber auch möglich, daß ein ethnischer Bürgerkrieg in Europa zu einem Erwachen der Autochthonen, zu einem Wiederbeleben ihrer schlummernden Verteidigungsreflexe und in eine Zeit des revolutionären Ausnahmezustandes führen wird und daß dadurch vielleicht ein Befreiungsprozeß eingeleitet wird, bei dem Kräfte auf den Plan treten werden, die heute noch unbekannt, überhaupt nicht absehbar oder vorstellbar sind.

Wird das Zusammentreffen einer ethnischen Explosion großen Ausmaßes und einer ernsten wirtschaftlichen Rezession, wie es ab dem Jahr 2010 möglich sein wird, zu einem kollektiven Erwachen führen?

Europa als Schlachtfeld: Europa – und nicht Afrika, dem es demographisch sehr gut geht – ist derzeit der ›Kranke der Welt‹, aber auch der tragische Spiegel all dessen, was den weißen Völkern geschieht, wie es Raymond Abellio in ›L’assomption de l’Europe‹ [Europas Himmelfahrt] und Pierre Chaunu in ›La peste blanche‹ [Die weiße Pest] beschrieben haben.

Zu dem bisher Gesagten müssen mehrere Punkte hinzugefügt werden: Der vorgesehene Beitritt der Türkei zur EU und deren zügellose Erweiterung und die gescheiterte EU-Verfassung lassen die Implosion dieses Staates, der keiner ist, voraussehen – dieses ›Dings‹ ohne politische Einheit, ohne geschützte Grenzen und ohne wirtschaftliche Strategie (das Dogma und die Falle der ›Globalisierung‹, die von Lobbies und einer aufgeblähten Bürokratie betrieben wird, zählt nicht als solche), ohne Außen- und Verteidigungspolitik – außer der des naiven Kant’schen Universalismus vom ›ewigen Frieden‹ – und ohne greifbare Identität außer dem schlappen Ersatzkult der ›Menschenrechte‹.

Das Ganze wird von der Unterwerfung unter den Neuen Amerikanischen Imperialismus gekrönt, der den weltweiten Freihandel erzwingt, zur Vielrassigkeit und zur skandalösen Vorherrschaft der NATO ermuntert und der versucht, Rußland zu umzingeln.

Ich kenne die Vereinigten Staaten recht gut, und ich kann sagen, daß die Amerikaner, die sich als solche bewußt sind und in deren Adern europäisches Blut fließt, nichts von dem Irrsinn der sie regierenden ›neokonservativen‹ Ideologie wissen wollen.

Diese setzt auf ein Europa der Mischlinge, auf ein islamisiertes, drittweltlerisches und geschwächtes Europa, sie spielt mit dem Feuer in Bezug auf den Islam, aber vernachlässigt auf eigenem Territorium jegliche ernsthafte Eindämmung der Immigration aus dem Süden.

Bestimmte Politiker aus Europa schließen nicht aus, daß in einigen Jahren große Städte und ganze Regionen von Moslems verwaltet werden, die nach und nach die ›Scharia‹ einführen und anwenden werden. Die Hypothese von islamischen Republiken, die sich die Moslems in Frankreich und anderen europäischen Ländern erschleichen werden, ist bereits in den amerikanischen ›think tanks‹ und in den Zeitschriften des Pentagons erörtert worden (Peter Grier, A Crescent Over Europe?, in: Air Force
Magazine, Dezember 2005).

In der islamischen Welt läßt man sich schon den Namen dieses neuen Europas auf der Zunge zergehen: ›Eurabia‹.

Der Islam ist dabei, seine dritte historische Offensive zu führen, die die größte aller, nämlich eine planetare ist und deren Hauptziel die ethnische Eroberung Europas darstellt. Die erste Offensive wurde 732 nahe Poitiers vom Franken Karl Martell gestoppt und danach über viele Jahrhunderte durch die spanische ›reconquista‹ zurückgeschlagen.

Die zweite, von den ottomanischen Türken geführte, wurde 1684 vor den Mauern Wiens gestoppt. Danach wurde der ans Siegen gewöhnte Islam von der europäischen, besonders der französischen Kolonisierung tief gedemütigt. Heute nimmt er seine Rache und geht wieder zur Attacke über.

Von den Ufern des Atlantiks bis zur chinesischen Grenze und von Norden bis Süden erstreckt sich die stets blutige Front der Eroberung. Der Islam ist weltweit in neunzig Prozent der kriegerischen Auseinandersetzungen, Massaker und Attentate involviert.

Man sollte sich vielleicht fragen: warum? Aber die westlichen Führer verfallen immer wieder dem Mythos von einem friedlichen und ›gemäßigten‹ Islam. Doch das ist nur Teil eines größeren Phänomens.

Außer der Wiederaufnahme der Eroberungspolitik seitens des Islam werden wir im 21. Jahrhundert Zeuge eines Sturmangriffs eines Teils der farbigen Völker gegen die weiße Welt, meistens – aber nicht immer – unter dem Banner des Islam. Und Europa ist das erste Ziel. Weil es der Mutterboden der Weißen ist.

Die Motive sind einerseits in der Erinnerung an den Kolonialismus fortlebende Ressentiments – das Drängen auf Revanche und der Rachedurst gegenüber dem ehemaligen Herren, der geschwächt ist und den ein schlechtes Gewissen plagt – und andererseits die Absicht, von den Reichtümern Europas zu profitieren – zumindest von dem, was noch übrigbleiben wird. Kommt das nicht dem nahe, was Hegel die „Dialektik von Herr und Knecht“ nannte?

ELEMENTE der Metapolitik zur europäischen Neugeburt, Ausgabe Nr. 7