Javier Ruiz Portella

 

Was für eine seltsame Invasion…

 

Die Invasion (zwar eine Migrationswelle, doch die aktuelle Situation ist weitaus komplexer) hat in Wirklichkeit schon vor einiger Zeit begonnen. Am 30. Juli 2026 erreichte sie in Ceuta ihren Höhepunkt (die Invasion wird nun von einem Staat, nämlich Marokko, gegen Spanien durchgeführt).

Doch die 50.000 Marokkaner, die eingereist sind (Zahlen der spanischen Polizei, die das Geschehen ohne die geringste Besorgnis beobachtet), sind nichts; sie sind wie ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den Millionen von Afrikanern – Mauren und Menschen aus Subsahara-Afrika –, die sich in ganz Afrika ungeduldig darauf vorbereiten, ebenfalls den Schritt zu wagen.

Und sie werden ihn wagen, natürlich werden sie ihn wagen; daran besteht kein Zweifel. Sie werden kommen, es sei denn, die Armee und die Marine werden endlich dort eingesetzt, wo sie eingesetzt werden müssen, und zwar mit den notwendigen Ressourcen – allen, die notwendig sind –, um die Invasion zu stoppen.

Doch Armee und Marine werden erst dann eingesetzt, wenn das spanische Volk sich entschlossen zeigt und das Regime stürzt, das uns heute unterjocht, und damit diejenigen, die die Streitkräfte befehligen, dazu zwingt, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Das Regime stürzen, natürlich. Den Oligarchen oder den Führern des ›Regimes von 1978‹ würde es niemals in den Sinn kommen, solche Maßnahmen zu ergreifen. Wie könnten sie das auch, wo sie doch die ersten sind, die die Invasion fördern, sei es, indem sie das Land nicht gegen die Horden verteidigen, sei es, indem sie diese durch die Großzügigkeiten, die sie ihnen gewähren, und die Legalisierungen, die sie durchführen, geradezu einladen (2 Millionen –– die jüngste; sie wurde von der PSOE durchgeführt, aber zuvor hatte auch die PP ihre eigene durchgeführt).

Jedes Unglück hat auch sein Gutes, wie das Sprichwort sagt. Und tatsächlich könnte aus all diesem Übel doch noch etwas Gutes hervorgehen – wenn auch nur eines. Das Gute, das uns, sobald uns die Scheuklappen gefallen sind, endlich die Augen öffnen wird; das Gute, das uns (notfalls mit Gewalt) an den Rand des Abgrunds führen wird; das Gute, das uns begreifen läßt, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder endgültig unterzugehen und als Volk und Zivilisation zu verschwinden – oder uns durch Kampf und Auflehnung zu retten. Denn selbst wenn es nur noch für kurze Zeit so sein sollte: Verdammt noch mal, wir sind in diesem Land immer noch die Mehrheit!

Das Volk, das sich gegen die napoleonische Invasion zu erheben und sie zu besiegen wußte; das Volk (oder vielmehr die Hälfte von ihm), das es verstanden hat, sich der bolschewistischen Bedrohung im Jahr 1936 zu stellen und sie zu besiegen – sollte eben dieses Volk nicht auch imstande sein, der Invasion jener entgegenzutreten und sie zu besiegen, die nichts wissen, nichts empfinden und sich nicht im geringsten darum kümmern (und sich auch nicht darum kümmern müssen), was wir waren, was wir sind und was wir sein werden – auch wenn wir letzteres nur sein werden, sofern wir einen großen patriotischen Aufbruch schaffen?

post-scriptum: Manche Dinge sind unverständlich (oder vielleicht zu offensichtlich…). Wie ist es möglich, daß 20.000 Menschen bis nach Ceuta geschwommen sind? Auch wenn einige bei dem Versuch, die Überfahrt zu bewältigen, ums Leben gekommen sind – waren die anderen wirklich so hervorragende Schwimmer? Oder ist ein Großteil von ihnen auf dem Landweg eingereist? Hat jemand den Zaun geöffnet? Warum schweigen die anwesenden Journalisten, die all das eigentlich erklären sollten?

Quelle: https://www.terreetpeuple.com/lignes-de-front-reflexion-23/11696-espagne-envahie.html
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