In dieser dreiteiligen Dokumentationsreihe von Heiko Petermann geht es um die wechselvolle Geschichte Sibiriens, von den frühen nomadischen Stämmen und der Eroberung durch Kosaken bis hin zur wirtschaftlichen Erschließung durch den Bau der Transsibirischen Eisenbahn. Die Dokumentation zeichnet das Bild einer Region, die durch extreme Natur, Pelzhandel, Verbannung und den Pioniergeist vieler Kulturen geprägt wurde.
Der erste Teil beleuchtet die frühen Etappen der Eroberung und Erschließung des riesigen Gebietes östlich des Urals. Die Reise beginnt im 16. Jahrhundert mit dem Feldzug des Kosakenführers Jermak gegen das tatarische Khanat Sibir. Das Video dokumentiert den Übergang von einem Land unberührter Naturvölker hin zu einem strategisch wichtigen Wirtschaftsraum des russischen Reiches.
Zentrale Themen sind der Pelzhandel (Yasak), die Rolle der Stroganov-Kaufleute, die wissenschaftlichen Expeditionen von Vitus Bering sowie der Bau der Transsibirischen Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts, die Sibirien endgültig in die globale Wirtschaft integrierte.
https://www.youtube.com/watch?v=5VS5buQ5Yjg
Im zweiten Teil der dreiteiligen Serie steht Sibirien im Zentrum der politischen Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts. Die Dokumentation zeigt die Auswirkungen des Russisch-Japanischen Krieges von 1904/05 und die darauffolgenden revolutionären Unruhen entlang der Eisenbahnstrecken.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem blutigen russischen Bürgerkrieg, in dem Sibirien zum Schauplatz zwischen der Roten Armee und den weißen Truppen unter Admiral Koltschak wurde.
Zudem thematisiert das Video die Anfänge der sowjetischen Industrialisierung unter Stalin, die Gründung gigantischer Stahlkombinate und den Beginn der systematischen Ausbeutung von Bodenschätzen durch das Lagersystem des Gulag.
https://www.youtube.com/watch?v=kxbGB-g2f6A
Der abschließende Teil der Trilogie betrachtet die Entwicklung Sibiriens vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Während des Krieges diente Sibirien als „Hinterland“ und industrielle Basis für den Sieg über Deutschland.
In der Nachkriegszeit prägten monumentale Bauprojekte wie das Wasserkraftwerk Bratsk und die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) das Bild des Landes. Die Dokumentation beleuchtet die ökologischen Folgen der sowjetischen Gigantomanie ebenso wie das kulturelle Wiedererwachen der sibirischen Völker unter Gorbatschow.
Das Video schließt mit einem Blick auf das heutige Sibirien, das zwischen seiner Rolle als Rohstofflieferant und dem Streben nach regionaler Selbstbestimmung steht.
