Pierre Krebs
Auszug aus dem Buch

Jetzt ist es soweit: Von Europa befruchtet, hat Amerika ein Monstrum zur Welt gebracht. Jean Parvulesco stellte fest, daß
seit 1945, das heißt seit der politischen, historischen Katastrophe von 1945, Europa im Tode, durch den Tod, mit dem Tode lebt – ein Tod, der nicht einmal sein eigener Tod ist, sondern ein Tod, der ihm von außen aufgezwungen wird, durch seinen eigenen Todesschatten, auf das Nichts seines eigenen Nichts geworfen, ein Tod, der ihm durch das Anti-Europa mittels Subversion aufgezwungen wird von den Mächten der antikontinentalen Einkreisung (…), von den verhängnisvollen, dunklen, verderblichen Untiefen jenes Eismeeres, das den Verlust des eigenen Seins symbolisiert[76]
und dessen Ausgangs- und Mittelpunkt Kalifornien ist, dieses lauwarme Land des sanften Todes am Stillen Ozean, wo unsere Kultur strandet und elend zugrundegeht.
Dieses Stück Erde, zur Endstation der Geschichte verkümmert, dieses „Hollywoodsche Vaterland des Truges und des Scheins“, ist das Geschwür einer „bis zur Umnachtung gesteigerten Asymptote der kaufmännischen Gesellschaft, der Schauspielgesellschaft und des Kosmopolitismus“[77].
Dieser Westen, dessen Nabelschnur die ganze Welt vom europäischen Siechtum bis zum amerikanischen Tod umschlingt, bildet nunmehr die fatale Schwelle, jenseits derer für das europäische Europa der antigriechische Raum der identitären Kastration oder, um mit Jean Parvulesco zu reden, „die Selbstauflösung“ beginnt, „in der tiefen Finsternis eines westlichen Weltdaseins, das das Wahrzeichen der Ohnmacht und der Abdankung geworden ist“[78].
Bastard Amerikas, hat dieses Europa all seine Ideale dem Mammon geopfert, dem Götzen, der „von Anfang an in Amerika regierte“[79], dem Land, wo „die Moral das Geld ist“, wie es Knut Hamsun ausdrückte[80].
Dieses Europa, das sich sozusagen zum neuen ›Monotheismus des Marktes‹ bekehrte, wie es Roger Garaudy treffend sagte, und in dessen Mitte der Begriff des Politischen sich mit dem Begriff des Kaufmännischen vermählte, führt nicht nur in den Verfall des Politischen, sondern auch in die Agonie des Menschen schlechthin.
Christoph Steding ahnte dies:
Die alte Definition des Menschen, daß er ›zoon politikon‹ sei, enthält auch, daß der Mensch nur Mensch ist, wenn er politisch ist. Das Absinken in die Apolitizität neutralisierten Daseins zerstört somit die Menschlichkeit des Menschen selbst.[81]
Carl Schmitt war darüber hinaus der Auffassung, daß das Schwinden des politischen Willens stets dem Verschwinden eines Volkes vorausgeht:
Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk.[82]
Auf dem Leichnam des Politischen schlägt dann das kalte Monstrum des Marktes Wurzeln, was einen seiner eifrigsten Verfechter, Alain Minc, frohlocken läßt:
uDie Politiken haben gerade, vor der demokratischen Gesellschaft kapitulierend, abgedankt – das ist der Sinn unseres Vorgehens mit dem großen Markt. Der Wandel, mit dem die ganze europäische Maschinerie in Gang gesetzt wurde, deutet auf eine Revolution der Methode: Die Staaten treten zgunsten des Marktes ab; dabei streifen sie die alte Tendenz ab, aufzubauen, Maßstäbe zu setzen.[83]
Der allgemeine öffentliche Diskurs hat dieses Absinken des Politischen in den Merkantilismus übrigens bagatellisiert: „Die Macht“, verkündet Jacques Attali süffisant, „mißt sich daran, wieviel Geld man kontrolliert, durch Gewalt, natürlich, dann aber durch Gesetz.“[84]
Voraus geht dieser quasi kultischen Unterwerfung unter das Gesetz der Wirtschaftlichkeit immer das allmähliche Abgleiten der Person in das Individuum, der Kultur in den Markt, der tragenden Mythen eines Volkes in die mechanischen und wirtschaftlichen Schemata der Gesellschaften, wo alle kulturellen Paradigmen auf rein kaufmännische Lebensentwürfe zurückgeführt werden.
Der Traum von einer rein materiellen Beherrschung der Welt und der Natur wird bald zum allerletzten Entwurf, der von diesem zutiefst unmenschlichen und totalitären Zivilisationsmuster hervorgebracht wird.
Bastard Amerikas, frönt dieses Europa blindwütig dem messianischen Delirium, ergibt sich dem wahnsinnigen Messianismus der universellen Gleichheit und unterwirft sich damit der Tyrannei der abartigen Utopien eines Liberalismus, der am laufenden Band ‚glückliche‘ Menschen hervorbringt – glücklich, zu besitzen, aber nicht glücklich, zu sein.[85]
Dieser janusköpfige Liberalismus ist die Matrix sowohl der individualistischen Entwurzelung als auch des vermassenden Kollektivismus, die in den westlichen Gesellschaften ihr Unwesen treiben und heute ein treues Spiegelbild des jüngst untergegangenen Kollektivismus bolschewistischer Prägung sind.
Die Analyse Georg Weipperts nahm schon vor mehr als einem halben Jahrhundert mit großer Geistesschärfe alles vorweg, was bislang über die tiefgründige Wesensgleichheit von Bolschewismus und Liberalismus ausgesagt bzw. geschrieben wurde:
Der Bolschewismus überwindet den Liberalismus nicht. Der Bolschewismus hat dem Individualismus des Westens den Kollektivismus gegenübergesetzt und schon damit dargetan, daß ihm die letzten Einblicke in das Wesen des Liberalismus versagt blieben. Kollektivismus ist nämlich ein liberales Entwicklungsprodukt. Er stellt die Endform des Liberalismus dar.[86]
Die liberale Wirtschaft sei „ein Körper ohne Hirn“, während die marxistische ein Hirn sei, „das auf hölzerne Stelzen [den Plan] montiert ist“. Liberalismus und Bolschewismus seien „mit den Lebensgesetzen unvereinbar“, stellte schon Ernst Wagemann fest.[87] Auch er war damit seiner Zeit voraus.
Bastard Amerikas, läßt dieses Europa blind und kriecherisch die Diktatur der ‚Menschenrechte‘ über sich ergehen, die die One-World-Ideologie in ihrem täglichen Kampf gegen die Rechte der Völker im Namen einer vermeintlichen ‚moralischen Überlegenheit‘ braucht, die, anmaßend und bewußt einseitig, so propagiert wird:
Es gibt eine europäische Zivilisation, die der Welt die Menschenrechte und die Demokratie beigebracht hat. Werte, die über alle anderen erhaben sind und demnach über die Kulturen, die sich noch gegen ihre weltweite Ausdehnung stemmen, die Oberhand gewinnen müssen.[88]
Bastard Amerikas, erweist sich Europa als unfähig, der technischen Übermacht irgendeine klare Ordnung entgegenzusetzen, deren Sinn sich auch immer mehr verflüchtigt in Gesellschaften, die immer weniger handeln, da sie die Herrschaft über eine Welt verloren haben,
die der Entwurzelung durch den allgemeinen Nihilismus verfallen ist, die Welt der Technowissenschaft, des weltweiten Merkantilismus und seiner kurzfristigen Ergebnisse, des steten Wechsels und des steten Wandels.[89]
Bastard Amerikas ist dieses Europa, von dem Jean Cau in seinem vortrefflichen Buch ›Les Écuries de l’Occident‹ einst sagte:
Noch nie war die Erde derart mit Professoren, Ideologen, Ärzten und Gelehrten aller Art bevölkert, alle vollgepfropft mit ungeheurem Wissen (…); noch nie wurde die Maschine, vom Zyklotron bis zum Computer, vom Transistor bis zum Raumschiff, so rege benutzt wie heute. Noch nie also war der Mensch so mächtig und ist zugleich doch so entwaffnet vor den Problemen, die ihn bedrängen: demographische, ethnische, politische Probleme.[90]
Bastard Amerikas, unterwirft sich dieses Europa in der Kunst dem „Häßlichkeitsgebot als höchstem Prinzip“ und erblickt dabei in der Ästhetik eine „Beförderung jener Krankheitserscheinungen der Verkrüppelung alles Heiligen im Triumph des Schmutzes“. So wird sie ein Mittel „zur Verdrängung der Schönheit“, das heute „die Kunst auslöscht“, wie Hans-Jürgen Syberberg schreibt.[91]
Stets den ‚Menschen‘ oder die ‚Menschheit‘ im Munde, programmiert es den Tod der Völker, vollbringt es die Zerstörung aller gewachsenen biokulturellen Einheiten, indem es – dank den multikulturellen Entgleisungen – die größte Genmanipulation der Weltgeschichte erlaubt und rechtfertigt.
Fußn0ten
[76] Jean Parvulesco, Le soleil rouge de Raymond Abellio, Guy Trédaniel, Paris, 1987, S. 20f.
[77] Guillaume Faye, L’Occident comme déclin, a.a.O., (Anm. 17), S. 11.
[78] Jean Parvulesco, Le soleil rouge de Raymond Abellio, a.a.O., (Anm. 76), S. 31.
[79] David L. Hoggan, Das blinde Jahrhundert, a.a.O., (Anm. 66), S. 63.
[80] Knut Hamsun, Amerika – Kritische Schriften, a.a.O., (Anm. 72), S. 202.
[81] Christoph Steding, Das Reich und die Krankheit der europäischen Kultur, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg, 1943, S. 46.
[82] Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen – Mit einer Rede über das Zeitalter der Neutralisierungen und Entpolitisierungen, Duncker & Humblot, München und Leipzig, 1932, S. 41.
[83] Siehe: Alain Minc, La grande illusion, a.a.O., (Anm. 46).
[84] Jacques Attali, Lignes d’horizon, a.a.O., (Anm. 3), S. 50.
[85] Jean Cau, Les Ecuries de l’Occident – Traité de morale, La Table Ronde, Paris, 1973, S. 210.
[86] Siehe: Georg Weippert, Umriß der neuen Volksordnung, Hanseatische Verlagsanstalt, Ham-burg, 1933.
[87] Siehe: Ernst Wagemann, La stratégie économique, Payot, Paris, 1938.
[88] Siehe: Maurice Duverger, Le lièvre libéral et la tortue européenne, Albin Michel, Paris, 1990.
[89] Siehe: Claude Karnoouh, Adieu à la différence, a.a.O., (Anm. 56).
[90] Jean Cau, Les Ecuries de l’Occident, a.a.O., (Anm. 85), S. 236.
[91] Hans Jürgen Syberberg, Vom Unglück und Glück der Kunst in Deutschland nach dem letzten Kriege, a.a.O., (Anm. 5), S. 57.

Ich muß dem Artikel ein klein wenig widersprechen, für uns kann von „Geburt als Bastard“ keine Rede sein, wir Deutschen wurden entseelt, also unsere Seele wurde entnommen, wir wurden also seelisch getötet.
Ein Bastard der USA sind darum außer uns alle europäischen Länder, wir Deutschen wurden militärisch besiegt und danach bis heute gefesselt. Das erste Land, das sich in die Reihe der Siegermächte friedvoll einreihen ließ, war leider Frankreich. Es nahm gleich NACH dem Krieg teil an Raub und Vernichtung Deutscher, es ließ seine Kolonialvölker widerspruchslos über deutsche Frauen herfallen und quälte gefangene Männer in Lagern. Damit hatte Albion seinen Komplizen auf dem Kontinent wieder. De Gaulle wollte seine nationale Identität nicht aufgeben, aber alle seine Nachfolger machten eine große Nation zu kleinlichen Krämern, was passiert, wenn man als Nation seine Identität aufgibt und sich mit Kontinentfremden vermischt. Der heutige französische Präsident ist eine Witzfigur. Sorgsam wachen die überseeischen Motoren dieses Prozesses darüber, daß sich in ganz Europa kein Nationalbewußtsein oder gar -stolz entwickelt. Ich betone den Unterschied: Wir Deutschen werden (auch militärisch) gezwungen, alle Europäer um uns herum zeigten bis heute keine Solidarität mit uns, sondern ließen sich um des Mammons willen vor den Karren spannen. Die erzwungene Aufgabe der D-Mark war für alle ein Gewinn. Sie lassen sich widerspruchslos vom Moloch in Übersee für seine Ziele einspannen, die da sind: Die Amis drin, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten. Ich kann darum unseren europäischen Brüdern nur höhnisch zurufen: Mitgefangen mitgehangen. Osteuropa wurde ganz eindeutig gekauft und hat weder einen eigenen Willen nachzudenken noch seine von den Sowjets enteigneten Güter zurückzufordern. Der neue Adel sind Banditen.
Ist es nicht eher so, daß die USA der elende Bastard der Europäer ist, der Leute an die Schaltstellen der Gesellschaft gelassen hat, die völlig wertefrei sind, weil gewissenlos? Die haben mit ihrem militärischen Stiefel über Deutschland die Tür nach Europa eingetreten und mit ihren Militärbasen sich Macht verschafft. Widerspruch gab es nicht mehr, wie gesagt, es war ja erst nur Deutschland, das geknechtet wurde, da konnte man ja zusehen. Mittlerweile haben sie ganz Europa kulturell, militärisch, politisch, finanziell, ideologisch und medial in den knöchrigen Pfoten (erobert)
Das sind Gestalten, die sich an zwischenmenschliche Gesetze nicht halten, nie gehalten haben. Die leben ihren eigenen Egoismus, vernetzen sich untereinander und lügen und betrügen. Von den Usa kommen die überstaatliche Organisationen, ihre Unmoral samt Gender und Klimareligion. Ich muß die ganzen Verwerfungen einschließlich häßlicher Architektur und Kunst nicht aufzählen.
Von der Logik her würde ich auch sagen, daß die USA der Bastard sind. Europa ist das Mutterland dieser entarteten Nation.
Dietrich Schuler hat in seinem Buch ›Der Untergang der Weltmacht USA – Rettung für die weißen Völker?‹ darüber geschrieben.
Das sehe ich auch so. In gewissem Sinne haben sich die ehemals wunderbaren europäischen Nationalvölker ihre Gräber in dem Moment selbst geschaufelt, als sie sich mit Amerika einließen. Und wenn ich sage Amerika, dann meine ich den Zionismus. Wer dieser zutiefst zerstörerischen Ethnie Tür und Tor öffnet, ist in jeglicher Weise verloren, ausgebeutet und vernichtet, er weiß es nur noch nicht. Selbst das Erwachen und die Erkenntnis wird niemanden mehr retten. Arthur Schopenhauer hat es einmal so formuliert : “ Der eigentliche Charakter der Nordamerikaner ist Gemeinheit, sie zeigt sich an ihnen in allen Formen als moralische , intellektuelle, ästhetische und gesellige Gemeinheit, und nicht nur im Privatleben, sondern auch im öffentlichen. Sie verläßt den Yankee nie, er stelle sich wie er will.“
Dietrich Schuler aus seinem Werk „Idees; Theories Doctrines“ als Quelle von dieser Seite. „Die Sache ist im Grunde ganz einfach. Es gibt heute etwa 7 Milliarden Nichtjuden und nur ca. 16 Millionen Juden, was etwas mehr als 2 Promille der Weltbevölkerung entspricht. Wenn unter dieser Masse der Gojim niemand da ist, der das ganze Spiel seit Jahrhunderten durchschaut, der das mutig und laut ausspricht, um dann ganze Völker und Endzonen mitzureißen, sondern wenn im Gegenteil sämtliche Regierungen und gesellschaftliche relevante Kräfte der Welt dem tyrannischen Machtwillen auf einer breiten stinkenden Schleimspur entgegenkriechen, dann herrschen die „Auserwählten“ zurecht?“
Er fragt weiter „Wo befindet sich eigentlich die Herrenrasse? Bei den Ariern oder den Juden? Wenn das arisch sein soll, nämlich das Biedere, Betuliche und Rechtschaffene ohne Biß , Macht- und Herrschaftswillen mit allen Dekadenzfolgen, die uns heute so massiv entgegenschlagen, dann allerdings möchte ich meine Zugehörigkeit zu einem solchen Zuckerwasserclub sofort kündigen.“
Mit anderen Worten: Mit Verständnis, Entgegenkommen und Toleranz (Erdulden) kommen wir diesem Feind nicht bei, Wir sahen es bei der Einreiseerlaubnis der Frankfurter Schule und ihrem verheerenden Wirken durch die Grünen. Wir leben heute in dieser zielstrebig angestrebten dekadenten Gesellschaft, in der alles Lebenswerte und ästhetisch Schöne zerstört wurden. Das Gesunde wurde krank, der Schutz Angriff, der Staat Chaos. Alles steht auf dem Kopf. Das Eigene, das Nationale wird auf allen Gebieten bekämpft, weil man sich im Chaos bereichern kann wie in Revolutionen und Kriegen. Ich lebe dagegen, mehr kann ich nicht tun.