Antonin Campana

Kapitalismus:

Von der Erfassung menschlicher Interaktionen zur Beschlagnahmung des freien Willens

 

Der Wirtschaftswissenschaftler Yann Moulier-Boutang hat recht: Wenn der archaische Kapitalismus sich für unsere Muskeln interessierte, dann interessiert sich der „kognitive Kapitalismus“ für unsere Gehirne.

Warum ist das so?

Einerseits, weil dieser Neokapitalismus die industrielle Wirtschaft, seine Fabriken, seine Schwer- und weniger schwere Industrie, eigentlich alles, was Muskeln erfordert, ausgelagert hat und ihm nur noch die finanzialisierte Wirtschaft und digitalisierte Dienstleistungen bleiben: alles, was von der Gehirntätigkeit abhängt.

Andererseits, weil die gesamte menschliche Aktivität, also das gesamte BIP, untrennbar mit der Interaktion zwischen Individuen verbunden ist. Wer die Aktivität kontrollieren will, muß die Interaktionen kontrollieren.

Und schließlich, weil der Kapitalismus heute die Mittel hat, diese Interaktionen über die GAFAM „einzufangen“ (Moulier-Boutang).

Menschliche Interaktionen werden zunehmend digitalisiert. Ihre Erfassung durch die GAFAM wird daher die Machtverhältnisse zwischen Volk und Oligarchie auf den Kopf stellen. Früher waren mühsame Meinungsforschung, Verhaltensstudien, Umfragen, Testmärkte und andere Techniken (individualisierte Fragebögen, Meetings, Profiling…) nötig, um die Bedürfnisse, Erwartungen und die tatsächliche Funktionsweise der Kräfte zu kennen, die im Rahmen eines Marktes oder einer wie auch immer gearteten Konfiguration, einschließlich der politischen, am Werk sind.

Mit der künstlichen Intelligenz erlangen die GAFAM die Fähigkeit, die Masse an Daten zu verarbeiten, die durch diese Interaktionen entstehen. So brauchen sie keine aufwendigen Marketing-Studien mehr, um mit beispielloser Genauigkeit die Bedürfnisse des Marktes, die anzubietenden Dienstleistungen oder die Stimmungslage einer Bevölkerung zu kennen (natürlich lassen sich all diese wertvollen Informationen kaufen und verkaufen und sind somit von wirtschaftlichem und sogar politischem Nutzen). Mit anderen Worten: Die Oligarchie „sieht“ das Volk, aber das Volk kann sie nicht sehen. „Sehen, ohne gesehen zu werden“: Geburtsstunde eines Überwachungskapitalismus, der das Volk in das von Jeremy Bentham erdachte „panoptische“ Gefängnissystem einbindet. Lesen Sie Lucien Cerise.

Aber das ist noch nicht alles: Die Masse der verfügbaren Daten und ihre Verarbeitung durch Algorithmen verleihen diesem Kapitalismus die Fähigkeit zur Antizipation, was seine Kontrollmöglichkeiten noch weiter erhöht: Man kann nur das gut kontrollieren, was man vorhersehen kann! Wie kann sich eine Bevölkerung einer Macht entziehen, die alles über sie und alles über die Individuen, aus denen sie sich zusammensetzt, weiß? Harari sagte es in Davos (2020) unmißverständlich: „Wenn man genügend Daten hat, muß man keine Soldaten schicken, um ein Land zu kontrollieren“!

Doch auch wenn die meisten menschlichen Interaktionen heute digitalisiert sind, manchmal sogar Liebesbeziehungen, sind nicht alle digitalisiert. Mit anderen Worten: Die Kontrolle ist nicht vollständig. Andererseits kann man natürlich auch „negative“ Interaktionen vorhersehen, ohne sie jedoch kontrollieren zu können, wenn „Regieren das Vorhersehen bedeutet“.

Social Engineering soll eine Antwort auf dieses Problem bieten, aber es erfordert viele Mittel und seine Ergebnisse sind bei einem bestimmten Teil der Bevölkerung unberechenbar, wie man beim Covid gesehen hat. Angepaßt an den Kapitalismus des 20. Jahrhunderts, den Kapitalismus der Schwerindustrie, des Konsums und der Muskeln, könnte ›Social Engineering‹ in der Zeit des „kognitiven Kapitalismus“ weniger relevant sein.

In der Tat könnten neue wissenschaftliche Fortschritte, die durch Masseninjektionen in die Bevölkerung operationalisiert werden, dem Kapitalismus die Gelegenheit eröffnet haben, direkt die Kontrolle über unsere Gehirne, unsere Gefühle, unsere Stimmungen und unsere Bewußtseinszustände zu übernehmen. In einer solchen Konstellation würde der Kapitalismus seiner Fähigkeit, menschliche Interaktionen vorherzusagen (nachdem er sie „eingefangen“ hat), die Fähigkeit hinzufügen, unseren freien Willen zu lenken (nachdem er ihn sich angeeignet hat).

Seit vielen Monaten machen „Verschwörungstheoretiker“ (und die haben bekanntlich „fast immer recht“!) auf das Vorhandensein von Graphenderivaten in mRNA-Injektionen aufmerksam. Die dargelegte These lautet wie folgt:

  • Die mRNA-„Impfstoffe“ enthalten Graphenoxid;
  • Graphenoxid ist empfindlich gegenüber elektromagnetischen Signalen, die von 5G ausgesendet werden;
  • 5G wird die Übernahme der Kontrolle über das Bewußtsein, die Gefühle und den Willen der injizierten Personen ermöglichen.

Der erste Punkt scheint uns heute nicht mehr bestreitbar zu sein. Professor Pablo Campra von der Universität Almeria war der erste, der das Vorhandensein von Graphenoxid in mRNA-Impfstoffen nachgewiesen hat (Quelle). Auch andere Forschungsteams (aus Spanien, Deutschland, Italien, England…) haben das Vorhandensein von Graphenoxid in „Impfstoffen“ bestätigt. In Frankreich macht die 2007 vom Forschungsministerium gegründete Henri-Lehn-Stiftung keinen Hehl aus der Nützlichkeit von Graphen im Kampf gegen Covid (vgl. Covid 19 und künftige Pandemien mit Graphen bekämpfen). Dies wird von Professor Edouard Alphandery bestätigt, der in einem Artikel über „Nanodimensionen / Adjuvanzien in Covid-19-Impfstoffen“ in einer wissenschaftlichen Zeitschrift (›Journal of Materials chemistry‹) zugibt, daß die vorgeschlagenen Impfstoffe gegen Covid Adjuvanzien enthalten, die aus „Nanomaterialien, die z. B. aus Graphenoxid, Kohlenstoffnanoröhren … bestehen“, ausgewählt werden.

Der zweite Punkt scheint ebenso wenig umstritten zu sein. Professor Campra wies (Quelle) auf die Existenz selbstorganisierender nanotechnologischer Geräte hin, die ein mögliches „drahtloses Nanosensornetzwerk“ mit Nanoroutern, Nanosensoren, Nanoantennen usw. bilden. Jean-Marc Sabatier, Forschungsdirektor am CNRS, Doktor der Zellbiologie und Mikrobiologie, angegliedert an das Institut für Neurophysiopathologie an der Universität Aix-Marseille, bestätigt, daß das Vorhandensein von Graphen-Nanomaterialien „von zahlreichen Autoren und Experimentatoren erwähnt“ wird, daß Graphen außergewöhnliche physikalisch-chemische Eigenschaften wie elektrische Leitfähigkeit, Magnetismus, Energieerzeugung und -speicherung usw. besitzt. Er fügt hinzu, daß die Anwendungsbereiche dieses Materials ultraempfindliche Sensoren/Biosensoren, Biokatalysatoren, Mikrochips und die Nanomedizin („hauptsächlich als Vektor für die Gentherapie und als Plattform für Impfstoffe“ – Quelle) betreffen. Außerdem ist seit einigen Jahren bekannt, dass Graphensensoren in der Lage sind, hohe Frequenzen zu erkennen. Im Jahr 2008 wurde Graphen von IBM bei einer Frequenz von 26 GHz gemessen. 26 GHz: Das ist genau die Frequenz, die für 5G vorgesehen ist!

Kann 5G also dazu genutzt werden, den freien Willen der injizierten Personen über das Graphen in ihrem Körper zu kontrollieren? Wir haben gesehen, daß Graphen in Covid-„Impfstoffen“ wahrscheinlich ist und daß es möglich ist, daß sich diese Partikel selbst zusammensetzen und ein drahtloses Netzwerk bilden, das Daten empfangen und senden kann. Es ist auch bekannt, daß der Wellenbereich von Graphen derselbe ist wie der von 5G (26 GHz). Kann man aus all dem stichhaltig ableiten, daß die injizierten nanotechnologischen Geräte dazu verwendet werden könnten, Bewußtseinszustände über 5G-Geräte zu verändern?

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es mir keine wissenschaftlichen Beweise dafür zu geben, daß die Technik in der Lage ist, unseren freien Willen „einzufangen“, auch wenn der Wille dazu auf höchster Ebene vorhanden ist. In einem Bericht des Davoser Forums (unser Artikel hier) wird beispielsweise vorgeschlagen, unsere individuellen Entscheidungen durch „körperintegrierte“ Geräte „auszulagern“, d. h. unsere Wahlmöglichkeiten einem „vertrauenswürdigen Agenten (einer KI) anzuvertrauen, der im Auftrag des Einzelnen handelt“.

Yuval Noah Harari, ein führender Kopf in Davos, geht in die gleiche Richtung und bestätigt alle „Verschwörungstheorien“:

 

Die Menschen könnten in 100 Jahren zurückblicken und den Ausbruch des Coronavirus als den Moment identifizieren, in dem ein neues Überwachungsregime die Oberhand gewann, insbesondere die Überwachung unter der Haut, die, wie ich denke, vielleicht die wichtigste Entwicklung des 21. Jahrhunderts ist. Diese Fähigkeit, Menschen zu hacken, um unter die Haut zu gehen, biometrische Daten zu sammeln, sie zu analysieren und Menschen besser zu verstehen, als sie sich selbst verstehen, ist meiner Meinung nach das wichtigste Ereignis des 21. Jahrhunderts.

Und an anderer Stelle:

Das Covid ist von entscheidender Bedeutung, weil es die Menschen davon überzeugt, es anzunehmen, es ist das, was die totale biometrische Überwachung legitimiert. Wenn wir diese Epidemie stoppen wollen, dürfen wir nicht nur die Menschen überwachen, sondern müssen auch das überwachen, was in ihnen vorgeht, unter ihrer Haut.

Zu den Veränderungen der Bewusstseinszustände und der Kontrolle des menschlichen Willens :

Menschen sind jetzt hackbare Tiere. Wissen Sie, die Vorstellung, dass Menschen einen freien Willen haben, [daß] alles, was ich bei Wahlen oder im Supermarkt wähle, mein freier Wille ist: Das ist vorbei! Heute haben wir die Technologie, um Menschen in großem Umfang zu hacken.

Und zu bekennen:

Die große Erfindung wird der biometrische Sensor sein. Wenn die Menschen anfangen, biometrische Sensoren ständig an oder in ihrem Körper zu tragen, wird das wirklich der Auslöser für diese Revolution sein.

In naher Zukunft könnten Algorithmen (…) uns sagen, wo wir arbeiten und wen wir heiraten sollen, und auch entscheiden, ob wir einen Job annehmen, ob wir einen Kredit bekommen und ob wir die Zentralbank bitten, unseren Zinssatz zu erhöhen.

Auch wenn die Effektivität des Human Hacking noch nicht bewiesen ist, müssen wir dennoch zugeben, daß das System einer Logik der zunehmenden Kontrolle folgt, die es dazu veranlaßt, Vorkehrungen zu treffen, die mechanisch auf die Beschlagnahmung des freien Willens hinauslaufen:

  • Erfassung der dematerialisierten menschlichen Interaktion durch die GAFAM: erledigt!;
  • Erfassung der physischen Umwelt durch das „Internet der Dinge“ (vernetzte Gegenstände, die uns identifizieren, geolokalisieren und überwachen können….): wird gemacht!
  • Erfassung des freien Willens durch das „Internet der Körper“: im Gange?

In einem kurzen Video macht Hervé Juvin, Essayist und Mitglied des Europäischen Parlaments, auf das Vorhandensein von Graphenoxid in der Nahrung von Insekten aufmerksam, die die Europäische Kommission uns zum Verzehr zwingen möchte (er spricht von Patenten, die in diesem Sinne angemeldet wurden. Hier ein Beispiel: „Application of graphene oxide in preparation of feed for lepidoptera and diptera insects – CN109497353B“). Hervé Juvin behauptet, daß Graphenoxid bereits in Impfstoffen enthalten ist und daß dieses empfindlich auf Millimeterwellen aus 5G reagiert. Seiner Meinung nach könnte sich ein böser Wille diese Empfindlichkeit zunutze machen, um die Bewußtseinszustände der Bevölkerung zu verändern.

Ist es noch zu früh, um zu sagen, daß Hervé Juvin recht hat? Vielleicht, aber dennoch erscheint es uns völlig absurd, so zu tun, als ob wir nicht wüßten, daß „einige“ die totale Kontrolle über den Geisteszustand anstreben und daß wissenschaftliche Fortschritte ihnen heute die Mittel dazu in die Hand geben könnten.

Wenn nichts an der „Agenda“ der Oligarchen rüttelt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir unseren freien Willen verlieren!

Quelle: http://www.autochtonisme.com/2023/03/capitalisme-de-la-capture-des-interactions-humaines-a-la-confiscation-du-libre-arbitre.html

 

Siehe auch:

Identitäres Nichts

Print Friendly, PDF & Email