Musik: Giovanni Giacomo Gastoldi 1591 (An hellen Tagen / In dir ist Freude)
Text, Gitarre und Einspielung: Jürgen Wagner
Bilder: Amanda Clark
An hellen Tagen hört man es sagen
Störche und Stare, sie sind zurück
Singen am Morgen, frei von den Sorgen
nach langer Reise, welch ein Glück!
Bienen die summen, Hummeln, die brummen
Blätter die treiben, Lämmer, die weiden
Blüten mit Augen dir zugekehrt
Kitze, die springen, Kinder, die singen
Hasen sich paaren, Spatzen in Scharen
sitzen in Hecken mit ihrem Konzert.

An Frühlingstagen endet das Klagen.
Winters Treiben ist nun verbannt
Blumen erblühen, Herzen, die glühen
Morgenröte, sie küßt das Land,
weckt uns’re Sinne, daß man beginne
Neues zu weben, im Glück zu schweben
Möge das Werdende prächtig gedeih‘n
Tage die steigen, laden zum Reigen
in allen Wäldern, Wiesen und Feldern
Möge die Erde gesegnet heut‘ sein.

An Ostertagen mag man es wagen
aus den Fesseln sich zu befrei‘n
Sonn‘, die aufgehet, Christ, der erstehet
Licht des Lebens, auch mir erschein!
Daß ich mich löse, finde die Größe,
mich zu entfalten, heut mag es walten
Dir zu begegnen und Dich anzuseh‘n
Etwas vertrauen, auf was zu bauen
Liebe zu wagen in diesen Tagen
Schritte voran auch mutig zu geh‘n

An hellen Tagen
Von Giovanni Giacomo Gastoldi (um 1556-1609) stammt die Melodie aus dem Werk A lieta vita.
Die verwendete deutsche Fassung unter dem Titel
An hellen Tagen stammt von Peter Cornelius (1824-1874)
1. An hellen Tagen, Herz welch ein Schlagen.
Fa la la la la, fa la la.
Himmel dann blauet, Auge dann schauet,
Herz wohl den beiden, manches vertrauet.
Fa la la la la la , fa la la la.
2. Beim Dämm’rungsschimmer, Herz du schlägst immer
Fa la la la la, fa la la.
Ob auch zerronnen Strahlen und Wonnen,
Herz will an beiden still sich noch sonnen.
Fa la la la la la , fa la la la.
3. Wenn Nacht sich neiget Herz nimmer schweiget.
Fa la la la la, fa la la.
Schlummer mag walten, Traum sich entfalten
Herz hat mit beiden Zwiesprach zu halten.
Fa la la la la la , fa la la la.

Beitragsbild: Amanda Clark

Der Konvention wegen Frohe Ostern, liebe Solveig und allen hier! Soweit ich nämlich informiert bin, wurde das keltisch-germanische Ostara-Fest nicht am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, sondern nach solarem Kalender am 21. März bzw. zur Frühlings-Tag- und Nachtgleiche gefeiert.
Sie haben natürlich vollkommen recht, lieber Dr. Thomas! Das Fest der Frühlingsgöttin ›Ostara‹ wurde und wird immer noch am Tag der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche gefeiert. ›Ostern‹ ist ein christliches Fest mit dem ›Karfreitag‹ als höchstem Feiertag, und wir sind in dieser abendländisch-christlichen „Matrix“ gefangen.
Na klar, liebe Solveig, wir feiern den Tod unseres Heiligen als höchsten Feiertag. Und jedes Jahr an einem anderen Tag…
Das Symbol des Christentums ist der am Kreuz hängende Mann, was mich schon als Kind verstörte. Dazu steht auf S.5 des Buches von Erich Ludendorff „Kriegshetze und Völkermord“ folgendes: „Eine Jüdin sagte 1929 zu Juden:“ Die Deutschen kommen wahrlich aus dem Walde und den Hainen, sie hatten starke Götter und waren wehrhafte Helden. Sie waren stolz und stark. Gut war es, den Feind zu erschlagen, und Blutrache hieß ihr oberstes Gesetz. Aber all das hat man ihnen rauben wollen – man gab ihnen das semitische Christentum. Alle ihre Herrlichkeit sollte fortan Sünde sein und ihre Sünden waren nun zu Pforten geworden für das Himmelreich. Wißt Ihr, was ihnen geschehen war? Ans Kreuz hatte man sie angeschlagen, ihr Wesen hatte man gekreuzigt, und mit der Geduld, die die neue Lehre sie lehrte, litten sie durch Jahrhunderte am Kreuze.“ Der Fisch hätte als Symbol bleiben können oder Maria mit dem Kinde, aber nein.