Die Beziehung zwischen Mann und Frau im germanischen Heidentum war geprägt von einer komplementären Rollenverteilung, in der beide Geschlechter unterschiedliche, aber als gleichwertig angesehene Aufgaben für das Wohlergehen der Sippe erfüllten.
Während Männer primär als Krieger und Versorger fungierten, hatten Frauen eine starke Position als Hüterinnen des Hauses, Kräuterkundige und spirituelle Vermittlerinnen.
Die Männer verteidigten die Sippe, während die Frauen den Hof führten, Nahrung herstellten und über magisches, heilerisches Wissen verfügten.
Von nordischen Stämmen ist bekannt, daß sich Frauen vereinzelt sogar in hohen Kriegerrängen befanden. Sie scheuten sich nicht, selbst zu Schwert und Schild zu greifen.

Germania, Gemälde von Friedrich August von Kaulbach
Bei Schlachten war die Anwesenheit von Frauen sogar die Regel, doch ihr Eingreifen in den Kampf war meist defensiver oder situativer Natur, um die eigene Sippe zu schützen und die Männer im Kampf zu unterstützen.
In Berichten über die Kimbern und Teutonen wird geschildert, daß Frauen eher den Freitod wählten, als in römische Sklaverei zu geraten.
Germanische Frauen genossen im Vergleich zu anderen antiken Kulturen hohes Ansehen. Sie wurden als hellsehende Gefährtinnen betrachtet, nicht als Eigentum. Frauen konnten Vermögen verwalten, Witwen hatten eine unabhängige Stellung.
Frauen wurde eine besondere Verbindung zur geistigen Welt zugeschrieben. Als Seherinnen wurden sie von Männern und Königen um Rat gefragt. Sie wurden als heilig verehrt und hatten einen hohen sozialen Status.

Veleda, Seherin, Bildquelle: Wikipedia
Die germanische Ehe diente primär der Festigung von Allianzen, dem Aufbau von Sippenstrukturen und der Sicherung des Fortbestands. Germanische Männer fühlten sich verpflichtet, ihre Frauen vor Gefahren oder Fremden zu schützen; das Wohlergehen der Frauen wiederum war mit der Ehre der Männer verknüpft.
Die Beziehung zwischen Frau und Mann war von gegenseitigem Respekt geprägt. Dieser Respekt war tief in der germanischen Kultur verwurzelt und beruhte nicht auf dem heutigen Verständnis von moderner Gleichberechtigung, sondern auf der hohen Wertschätzung beider Geschlechter aufgrund ihrer jeweils spezifischen Fähigkeiten, die zum Wohl der gesamten Sippe beitrugen.

Armin verabschiedet sich von Thusnelda, Gemälde von Johannes Gehrts
Während der Mann für den Schutz der Familie nach außen zuständig war, besaß die Frau im Inneren des Hauses uneingeschränkte Autorität. Sie verwaltete die Vorräte und den Schlüsselbund – ein Symbol ihrer Macht über den Haushalt.
Bei der Eheschließung wurden Waffen und Pferde als Mitgift übergeben, was symbolisierte, daß die Frau am Schicksal des Mannes (auch in Gefahr und Krieg) teilhatte und seine Gefährtin in allen Lebenslagen war.
Die Erziehung der Kinder im germanischen Heidentum war eine gemeinschaftliche Aufgabe der Sippe, wobei Männer und Frauen unterschiedliche Rollen übernahmen, die sich am Lebensalter und dem Geschlecht der Kinder orientierten.
Die ersten Lebensjahre verbrachten alle Kinder fast ausschließlich bei der Mutter und den Frauen des Haushalts. Die Töchter blieben bis zu ihrer Verheiratung im weiblichen Zuständigkeitsbereich und lernten durch Nachahmung der Mutter.
Sobald die Jungen ein gewisses Alter erreichten, übernahmen die Väter oder männliche Verwandte die Ausbildung in damals typisch männlichen Bereichen wie Jagd, Kampfkunst und Ackerbau.
Oft spielten auch Onkel – insbesondere der Bruder der Mutter – eine zentrale Rolle bei der Erziehung der Jungen, was die enge Bindung innerhalb der Sippe unterstreicht.
Die Erziehung zielte im allgemeinen darauf ab, die Kinder zu tapferen, ausdauernden und verantwortungsbewußten Menschen heranreifen zu lassen.
Eine schulische Erziehung gab es nicht; Kinder lernten durch Beobachtung und praktische Mitarbeit. Sie waren Teil der Sippe und wurden nicht – wie heute üblich – von der Familie getrennt.
Von der Seherin zur Sünderin
Auf germanischem Boden brachte die Christianisierung tiefgreifende Veränderungen für die Rolle der Frau und ihrer Beziehung zum Mann mit sich. Während das germanische Heidentum Frauen als magisch begabte Hüterinnen des (Herd-) Feuers verehrte, verschob das Christentum den Fokus auf ein patriarchal geprägtes Familienmodell.
Die heilige und seherische Kraft, die den germanischen Frauen zugeschrieben wurde, galt im Christentum zunehmend als sündhaft und teuflisch. Während Frauen im Heidentum respektiert und geachtet wurden, blieb davon im Christentum nicht viel übrig. Das theologische Bild der Frau als Sünderin begründete eine stärkere moralische Kontrolle durch den Mann.

„Am 14. Februar 1573 wurden in Lausanne fünf Hexen verbrannt.“ Aus der Wickiana, Chronik des Zürcher Chorherrn Johann Jakob Wick. Zwischen 1570 und 1655 kam es im Waadtland zu etwa 1700 Verurteilungen wegen Hexerei, womit das Land zu den am stärksten betroffenen Regionen Europas gehörte.
Die Beziehung zwischen Mann und Frau wurde mit der Christianisierung rechtlich und moralisch neu definiert. Die christliche Ehe war – im Gegensatz zu den germanischen Bräuchen – als unauflöslich gedacht.
Die biblische Lehre vom Mann als „Haupt der Frau“ (Epheser 5,22) zementierte das Patriarchat als gottgewollte Ordnung, in der die Frau dem Mann Gehorsam schuldete.
Im Heidentum war Sexualität naturgegeben und lebensbejahend und Teil der Fruchtbarkeitsriten. Der Abrahamismus führte Scham und strenge moralische Gesetze ein. Das machte die Beziehung zwischen Mann und Frau oft zu einem Feld der Kontrolle und des schlechten Gewissens, statt eines gemeinsamen Lebensflusses.

Vertreibung von Adam und Eva, Gemälde on Aureliano Milani
Und in der Gegenwart? Mittlerweile scheint die Beziehung zwischen Frau und Mann gänzlich aus den Fugen zu geraten und in einem Gegeneinander zu enden. Gegenseitige Wertschätzung scheint oft gänzlich verloren gegangen zu sein.
Der Abrahamismus stellte die Weichen für den zunehmenden Kampf der Geschlechter. Der Übergang vom germanischen Heidentum zum Christentum verschob die Dynamik zwischen den Geschlechtern grundlegend.
Auf die abrahamitische Erniedrigung der Frau folgte die Wut der Frauen auf die Männer. Da die alten, respektvollen Rollenmodelle des Heidentums längst vergessen waren, geschah die Emanzipation oft im Wettbewerb zum Mann (Gleichsein wollen), statt in einer Rückbesinnung auf die eigene, gleichwertige Stärke. Männer und Frauen begegnen sich heute oftmals eher als Konkurrenten denn als Partner.
Eine Rückbesinnung auf heidnische Werte könnte heilsam sein für Mann und Frau und letztlich die ganze Gesellschaft. Im heidnischen Denken geht es nicht darum, wer „besser“ oder „mächtiger“ ist, sondern wer welchen Teil zum Ganzen beiträgt.
Wenn Mann und Frau sich wieder als zwei unterschiedliche, aber absolut gleichwertige und sich bedingende Pole verstehen, endet der moderne Wettbewerb.
Der Respekt speist sich dann aus der Anerkennung der besonderen Stärke des anderen, aus gegenseitiger Loyalität und dem Stolz auf die eigenen Fähigkeiten und die des anderen.

Germanische Familie, Gemälde von Wilhelm Petersen

Die Kirche, eine fremde Macht, verdrehte das Natürliche ins Künstliche, und der Kulturmarxismus verdrehte alles ins Groteske. Ich kämpfe das 26. Jahr gegen den Wahnsinn, aber diese dunkle Macht hält sich entgegen aller Naturgesetze.
Inzwischen hat man nicht nur Frauen gegen Männer und Männer gegen Frauen aufgehetzt, sondern alle gegen alle und jeder gegen jeden. Und DAS ist der ideale Nährboden, den die Zionisten brauchen für Spaltung, Krieg und Chaos in der Welt. Das geht schon seit Jahrhunderten so. Ein Volk, das gespalten ist und in sich uneins, kann niemals siegen ! Es wird immer der Verlierer sein !
„Fürchtet nicht den Feind vor den Toren, denn er zeigt seine Fahnen offen. Fürchtet den (Spalter und) Verräter im Innern. Er ist die wahre Pest !“ (Marcus Tullius Cicero, römischer Konsul und Philosoph)