Gerhard Hess

 

DIE UNTERSCHIEDE

Das ist ja kaum zu fassen
es gäbe keine Rassen?
Im Schrank nicht alle Tassen.
Rassen gibt’s in Massen!

Die Menschen wären gleich,
im weiten Erden-Teich,
es gäb’ nur Arm und Reich?
Dem ist die Birne weich!

Der Mensch ist unterschiedlich,
mal riesig und mal niedlich,
mal kriegerisch, mal friedlich,
und oftmals höchst mulitblich.

Es gibt sie doch, die Feinen,
die bis ins Mark hin Reinen,
die nicht nur rein erscheinen
und Schurkerei verneinen.

Es gibt die kleinen Geister,
im Hirn klebt Fliegenkleister;
die suchen einen Meister –,
meist ist’s ein Zugereister.

In Mehrzahl sind die Lumpen,
die gibt’s in dicken Klumpen,
die saufen große Humpen
und wollen dich anpumpen.

Es hat der Mensch Interessen,
der eine schätzt das Fressen,
Ein anderer mag Mätressen,
der nächste das Prozessen.

Die Menschen tragen Farben,
für die sie steh`n und darben,
für die sie kämpfend warben
und oftmals sogar starben.

Es gibt die geistig Flachen,
die dumme Sachen machen,
die blöd’ und albern lachen
und sich verhundertfachen.

Die Mehrheit irrt fast immer,
darum wird es schlimmer,
besser wird’s wohl nimmer;
am Ende kommt’s Gewimmer.

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