Rechte der Völker
im Widerspruch zu den Menschenrechten

Erste Richtigstellung

Der Begriff ›multirassisch‹ ist zunächst ein täuschender Begriff; die zu Unrecht als
multirassisch bezeichnete Gesellschaft ist nämlich gegenüber Rassen oder Volksgruppen,
deren Beseitigung sie in der Panmixie fördert, ebensowenig tolerant, wie
sie die einzelnen kulturellen Paradigmen respektiert, zu deren Schwinden sie in der
egalitären, vereinheitlichenden Gußform der identitären Entwurzelung beiträgt.
Diese Gesellschaft ist in Wirklichkeit vom Wesen her rassenfeindlich und kulturmörderisch
aus Berufung.

(Die Beweihräucherer des Egalitarismus sind dabei, einem merkwürdigen Widerspruch
zu erliegen: Zu behaupten, daß es keine Rassen gebe, und gleichzeitig für die mehrrassische
Gesellschaft einzutreten, sollte unbedingt nachdenklich machen.)

Zweite Richtigstellung

Man muß ein für allemal damit aufhören, die Völker und die Kulturen im illusorischen
Begriff der ›Menschheit‹ zu abstrahieren — aus dem einfachen Grund, weil
›die Menschheit‹ ebensowenig wie ›der Mensch an sich‹ existiert. ›Die Menschheit‹
ist eine von verschrobenen Intellekten gemachte Voraussetzung — von Intellektuellen,
die in verarmende Vereinfachungen und Verallgemeinerungen verliebt sind. Der
Reichtum der Welt besteht in der Vielzahl besonderer Menschen, deren Äußerungen
man in der Wirklichkeit des organischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens
der Rassen, Völker oder Nationen nach Belieben beobachten kann. Rassen, Völker
und Nationen sind die lebendige Verkörperung von vielgestaltigen, ethnokulturellen
›Menschheiten‹, die die Spezies Mensch ausmachen. Joseph de Maistre, der dies als
einer der ersten behauptete, bemerkte pfiffig, daß es auf der Welt keinen Menschen
gebe: “Es gibt aber nun einmal keinen Mensch auf der Welt. In meinem Leben habe
ich unter anderen Franzosen, Italiener, Russen gesehen. Ich weiß sogar, dank Montesquieu,
daß man ein Perser sein kann; was aber den Menschen anbelangt, ist er mir
noch nie begegnet“. “Die Menschheit ist eine Erfindung des europäischen
Geistes. (…) Die Menschheit als biologische Einheit gibt es nicht“, warnt auch Irenäus
Eibl-Eibesfeldt folgerichtig. Diejenigen, die im Namen der ›Menschheit‹
reden oder handeln, täten gut daran, vor allen ihren Unterschriftensammlungen
und feierlichen Protestmärschen diese Erkenntnisse zu bedenken. Ihnen wäre dann
gegenwärtig, daß die Aufrechterhaltung der Weltpolyphonie hauptsächlich abhängt
von der Bewahrung der einzelnen Völker, die sie bilden, während diejenigen Ideologien,
die den ethnischen Thanatos mehr oder weniger beschleunigen, sie selbstverständlich
am ehesten vernichten werden!
Allen Totengräbern der Vielfalt unserer Welt muß man beharrlich entgegenhalten:
Jedesmal, wenn das Leben eines Volkes bedroht ist, läuft ein Teil der lebendigen
Menschheiten Gefahr, auf immer zu erlöschen — das heißt: ein in der Geschichte der
Menschen unersetzbares Gedächtnis, einzigartiger Ausdruck der Kunst, der Musik,
der Philosophie und der Kultur.

Dritte Richtigstellung

Es gibt keinen Menschen an sich, sondern nur Menschen, die von ihren ethnokulturellen
Prägungen modelliert und in ihnen verwurzelt sind — und zwar derart, daß eine
›Rassendiagnose‹, so Nicolas Lahovary, “bis zu einem gewissen Grade ein Horoskop
ist. Der Mensch und vor allem die Nationen tragen ihr Schicksal mehr in sich
selbst als in den äußeren Umständen. Dieses Schicksal ist nicht so sehr historisch als
vielmehr ethnologisch. Sage mir, woher du stammst, und ich werde dir sagen, was
du tun wirst!”  Martin Heidegger richtet seinerseits die Hauptfrage an die
Völker selbst, nämlich an diejenigen, die in ihrem völkischen Wesen standhaft geblieben
sind — die ›erwachenden‹ —, und diejenigen, die in ihrer ›Ursprünglichkeit‹
geschwächt worden sind: die ›alternden‹: Geschichte, sagt der Philosoph, “ist nicht
das Gewesene und auch nicht das Gegenwärtige — sondern das Zukünftige und unser
Auftrag für dieses. Es ist die Frage, welches Volk die innere Mächtigkeit aufbringt,
der großen Erprobung gewachsen zu bleiben, die aus jenem Geschehen jetzt erst
heraufkommt und offenbar wird. — Es ist die Frage an die Völker nach der Ursprünglichkeit
ihrer volkhaften Ordnung, nach dem Rang und der Echtheit ihres staatlichen Herrschaftswillens,
 nach der Geschlossenheit ihrer geistigen Welt, nach der Gesundheit des völkischen Lebensdranges, nach der Widerstandskraft gegen den geschichtlichenVerfall“.
Pierre Vial faßt die Frage nach der Identität wie folgt zusammen: “Die Identität ist
die Resultante dreier Gründungselemente im Leben eines Wesens, eines individuellen
Wesens, aber auch jenes kollektiven Wesens, das ein Volk ist: die Rasse, die Kultur und
der Wille.” Sie “gründet sich primär auf einer biologischen, naturgegebenen Wirklichkeit,
die das Thema einer Wissenschaft bildet, die man gemeinhin ›physische Anthropologie‹
nennt«. Diese »biologische Zugehörigkeit bedingt wiederum eine Vielzahl
von Merkmalen, sowohl individuell als auf Gruppenebene. Dabei weiß der Mann auf
der Straße, der trotz der Gehirnwäsche durch die Medien ein gerüttelt Maß an gesundem
Menschenverstand behalten hat, daß es doch ein paar Unterschiede zwischen
einem Senegalesen und einem Mann aus der Auvergne gibt. Unterschied heißt aber
noch lange nicht Über- oder Unterlegenheit“.
Weil wir uns dieser unleugbaren Wirklichkeit bewußt sind, rufen wir zur Verfassung
einer Charta der Völkerrechte auf, die der Erklärung der Menschenrechte völlig
entgegengesetzt sein soll. Carlos Dufour fragt: “Gibt es wirklich Menschenrechte?
Und er erläutert: “Die christlichen Theologen hatten zwar einen unsichtbaren Gott
postuliert, waren aber immerhin bemüht, seine Existenz nach den damaligen Standards
nachzuweisen. Die Befürworter der Menschenrechte dagegen berufen sich auf
die Offenkundigkeit der Menschenrechte. Nun ist es ein linguistischer Fakt, daß es
in keiner klassischen Sprache einen Ausdruck für Menschenrechte gibt. Wären solche
Rechte evident wie die Sonne und das Wasser, wäre dieses sprachliche Manko ein
Rätsel. Also liegt keine Offenkundigkeit vor“. Denn die Völker existieren
— im Gegensatz zu ›dem Menschen‹, der mit dem Gedanken einer nicht faßbaren
Menschheit überbewertet wird. Völker sind biologisch bestimmbar, soziologisch erkennbar
und geographisch lokalisierbar. Jedes Volk äußert sich in einer ihm eigentümlichen
Kultur sowie im Rhythmus eines bestimmten politischen Willens und eines
bestimmten historischen Projekts.

Vierte Richtigstellung

Menschen machen Geschichte als Angehörige von Völkern, nie umgekehrt. Die Menschen
— das heißt ihr Zaudern, ihre Entschlüsse, ihre Ablehnungen, ihre Forschungen,
ihre Erfahrungen, ihre Stärken und Schwächen — liegen den Ereignissen der
Geschichte als deren Ursache unveränderlich zugrunde. Und die Geschichte der
Welt wiederum berichtet von nichts anderem als von der Odyssee der Völker, die
Geschichte gemacht haben: von polyphonischen, mannigfaltigen, einander widersprechenden
Geschichtsvorgängen, wobei jede Geschichte aus der ethno-kulturellen
Identität lebt, die ihr ein Gesicht verleiht, einen Geist gibt und eine Seele einflößt.

Die Ur-Erklärung [der Geschichte] liegt meistens im Wesen des Menschen und dieses
– bei allen Ereignissen, bei denen er als Mitglied einer Gruppe handelt – im Wesen seines Volkes.
Und dieses wiederum hängt von der Rasse ab, die ihm seinen Stempel aufdrückt.” Umfassend
gesehen ist die Geschichte nichts anderes als “eine ethnologische Geschichte, und es
ist die Anthropologie, die sie am besten erhellen und deren Schlüssel liefern kann” (Lahovary)